Kurz notiert (1)

Willy «Evel Kniefall» Brandt

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Psychoanalytiker: «Erzählen Sie mir bitte von Ihrer Mutter.»
Kaspar Hauser: «…»

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Lieblingswort des Tages: frz. clôture (‹Umfriedung›)
Verwendungsbeispiel: la clôture des toilettes

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HNO-Gemeinschaftspraxis – Ihre SpezialistInnen für Wasser-, Stick- und Sauerstoff

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Die Teesorte Ingwer-Zitrone der Marke Lord Nelson (LIDL) schmeckt wie Duschgels, die nach Zitrone riechen wollen, riechen. 6,5/10

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Salon intime – März 2017 (1/2)

Salon du Fromage-Classics: Repost eines Beitrags von vor einem Jahr. «Mystisch» (Twitter, passim): Es hat sich alles haargenau wieder so ereignet.


1.3.
Lese einen Artikel über unzufriedene LehrerInnen. Dabei fällt mir auf: Der Ausdruck «Verbeamtete» ist nur ein überschüssiges «te» entfernt von Star-Trek-Crewmitgliedern, die aus Versehen an einen falschen Ort gebeamt wurden.
2.3. Am Spätvormittag frißt mich plötzlich die Erkenntnis an, daß ich den ‹Traum vom Eigenheim› bislang nicht verwirklicht habe. Ich wache noch immer im Fremdheim.
3.3. Morgens Mitgefühl mit dem Triebfahrzeugführer des Regionalexpreß, dessen Einfahrt in den nächsten Bahnhof sich laut seiner Durchsage wegen Überholung durch einen verspäteten ICE um wenige Minuten verzögert. Kein Mitgefühl mit auch nur einem einzigen der anderen Fahrgäste.
4.3. Die Dichter des Barock dichteten bekanntlich gern über Vergänglichkeit, Tod, Schmertz, Kranckheit, Noth und ähnlich Desparates. («Laaangweilig!») Aber gab es unter den Barockdichtern auch lustige Kerls? Dachte sich beispielsweise ein Andreas Gryphius, als er 1637 sein Sonett ‹Es ist alles eitel› verfaßte: «Es ist alles Eiter, harharhar!»? Weiterlesen

Warnung

Erst wenn auf den Fahrradwegen in den städtischen Parks und Anlagen der letzte Radler unterwegs gewesen sein wird ohne neongelbe Warnweste, ohne Fahrradfunktionskleidung, ohne Helm mit neongelbem Regenüberzug, ohne neonfarbenen Hosenbeinclip mit Reflektor (rechts), ohne regendichte Gepäcktasche (links), ohne Flugzeugscheinwerfer, der direkt in die Augen der Entgegenkommenden gerichtet ist, ohne vor jeder nicht einsehbaren Kurve schrill zu klingeln, um das eigene Fahrradwegbenutzungsrecht aggressiv einzuklagen und ja nicht bremsen zu müssen, und ohne sich mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von mindestens 20 km/h fortzubewegen – erst dann werdet ihr merken, daß [Fragment]

Freitag, 9.3.18, E-Werk Erlangen

Tocotronic gehen nach 70 Minuten mit einem charismatisch-erotisch geröhrten «Ciao!» (Duden-Empfehlung: «Tschau!» – ja ciao cacao!) von der Bühne. Zwei Zugabesongs, dann nochmal tschüß, bevor sie einen letzten Song spielen. Anschließend erklingt ein Chanson aus dem letzten Jahrhundert, dessen Titel und Interpretin ich leider nicht kenne (vielleicht ist sie noch nicht tot und ich lerne sie mal wieder erst kennen, nachdem sie gestorben ist).

Ich bleibe stehen und finde die Konzertklammer schön, die dieses Chanson zusammen mit dem klassischen Bombastintro eines Streicherorchesters bildet. Die Reihen Weiterlesen

Zum Schlachter?!

Ihren Hit «Bring Your Daughter to the Slaughter» (1990, UK-Charts Platz 1) nahm die britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden übrigens auch in einer österreichischen Version auf: «Bring’ dei Dochta schnö zum Schlochta». Sie verstaubte allerdings, weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit, auf der B-Seite der 7″ bzw. als Track 4 auf der Maxi-CD/auf der Bandmitte der MC.

In Österreich war man anfangs sehr «geschmäächelt» von der Würdigung aus UK, jedoch langte es dann auch dort nicht für Airplay. Denn die österreichischen Sittenwächter waren zu erbost über die Übersetzung des Refrains «Bring your daughter, bring your daughter to the slaughter / Let her go, let her go, let her go», als daß sie einer VÖ in Ö hätten zustimmen können: «Bring’ dei Dochta, bring’ dei Dochta schnö zum Schlochta / Hosd dei Rou, hosd dei Rou, hosd dei Rou!»

Selbst auf Youtube wurde die österreichische Version bereits 1991 wieder gelöscht, dort findet man nur noch die ursprüngliche: [bring your browser to, eh, Youtube]

Twitterpapst

Papst Franziskus hat auf Twitter neun Accounts (je einen für alle 9 Sprachen). Weil im Vatikan Latein Amtssprache ist, ist darunter mit @Pontifex_ln natürlich auch ein lateinischer. Dessen bislang erfolgreichster Tweet stammt aus dem Jahr 2016 und lautet: «Quid hic 1 bios est?»

Anmerkung: Ich muß wohl nicht extra vorrechnen, was es bedeutet, daß er ausgerechnet neun Accounts hat, mach’s aber trotzdem:
9 = 3 x 3
3 + 3 = 6
3 x 6 = 666
#QED #wearedoomed

Anmerkung 2: Falls jemand mit Latinum Bock hat, mal wieder ein bißchen was zu übersetzen, die Lateinkenntnisse jedoch nicht mehr optimae sind: der deutschsprachige Account @Pontifex_de bietet zu jedem lateinischen Tweet die deutsche Komplettlösung!