De profundis – das Facebbatical-Tagebuch (1)

Vom 28.06. bis 21.07. legte ich ein Facebbatical, d.h. eine FB- und Twitterpause, ein. Nicht faul allerdings, führte ich in dieser Zeit Tagebuch, welches ich in den kommenden Tagen peu à peu veröffentliche. (Notabene: Manches, was ich da zusammenschrieb, kapiere ich selber schon nicht mehr vollumfänglich.)

28.06., Tag 1:
Vormittags Besuch der Filiale des Nürnberger Bäckers, von der ich letztens den Toilettencode auf Facebook teilte. Heute frage ich gar nicht danach; erstens muss ich nicht, zweitens kann ich, Altruist der ich bin, ihn nicht in den sozialen Medien teilen.

29.06., Tag 2: Ein Mibi dreht Leuchtstoffröhren bzw. «Leuchtstäbe», wenn sie nicht mehr richtig zünden, erstmal in der Fassung um, «vielleicht gehen sie dann ja nochmal ein bisschen besser!» Solches Technikverständnis finde ich süß, nachgerade putzig, und ich komme mir als in solchen Fällen eisenhart-gnadenlosem Rausschraub-und-Wegschmeißer grob und unwirsch vor.

30.06., Tag 3: Der lokale Veranstaltungsanzeiger vermeldet: «14.00 Opernhaus: Sonderführung ‹Hitler im Opernhaus›, zur Ausstellung ‹Hitler.Macht.Oper› im Doku-Zentrum Reichsparteitagsgelände». Floris Biskamp hätte wohl seine Freude dran (keineswegs doch die, welche AfDlern und sonstigen Nazis enttäuscht wird, wenn’s nun eben nicht wieder ein Opernhüttl, unweit notabene neben dem Hotel Deutscher Hof, wo NSeinerzeit Soldaten von Hitlers «Führung» (Opernhaus) am balkonierenden Führer höchstselbst vorbeiparadierten, gibt) – ach, von vorn: Floris Biskamp hätte da und dort und hier seine Freude gehabt, im Opernhaus, im Doku-Zentrum, vor allem aber und inniglichst am Ausstellungstitel. Und wie ich ihm den drunterkommentiert hätte, heissa!, da wär’ wieder was losgewesen! Ich hingegenlichst bescheide mich mit hiesiger Niederschrift.