De profundis – das Facebbatical-Tagebuch (4)

05.07., Tag 8: Der Drogeriemarkt DM verkauft braune Socken namens «fascino». «Fascismo, höhö», denke ich, nicht zuletzt von der Farbe beeinflusst. Eine liebe italienische Freundin klärt mich allerdings auf, «fascino» hieße zu Deutsch «Charme»; was leider den schönen Witz zerstört. Aber halt!, denn wie sie nachreicht, könne «fascino» auch als Diminutivum von, und jetzt wird’s wieder lustig: «fascio» gelesen werden, dem Rutenbündel als Symbol Roms und, womit wir wieder beim Thema wären, der Faschisten/des fascismo. Q.E.D.
(Zusatzwitz, mit Dank an M. für den Denkanstoß: Warum verkauft die Nazi-Marke Thor Steinar kaum Socken? Weil sie sie nur in Einheitsgröße 33–45 führt!)

06.07., Tag 9: Morgens in der Eisenbahn verrutscht der Fahrkartenkontrolleurin ein n: «Gut’ Morgen, die Fahrkarte bitte…n

07.07., Tag 10: Die deutsche Abkürzung des Fußballweltverbandes FIFA wäre übrigens IVAF, die englische IFAF. Hieße die FIFA tatsächlich IVAF/IFAF, man hätte die ISAF-Mission damals schon anders bezeichnen müssen.

08.07., Tag 11: «Extremst» (so der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates) Bock, auf Facebook/Twitter hart abzuliken/-faven und den Drukomat anzuwerfen. Eiserne Selbstdisziplin. Abends Schnaps.