De profundis – das Facebbatical-Tagebuch (7)

15.07., Tag 18: Es ist an der Zeit, sich festzulegen: Der lustig-schönste Name aller Zeiten und Länder und überhaupt ist >Yves Eigenrauch< (FC Schalke 04, 1990–2002).
Yves Eigenrauch.
«[Yves] Eigenrauch hat für einen Verteidiger eine bemerkenswerte Fairplay-Bilanz. Er [d.i. Yves Eigenrauch] erhielt in seiner gesamten Bundesligazeit nur 15 Verwarnungen (Gelbe Karten), keinen Platzverweis (Rote Karte) und [– das muss dazugesagt werden, Yves Eigenrauch verteilte die 15 Gelben sehr geschickt auf seine Profikarriere, denn: Yves Eigenrauch] war nie gesperrt.» Opa meinte zwar, der fairste Spieler der Welt sei der Brasilianer Eusebio gewesen, aber «fair» hat, neben «fair», einen viel schöneren Namen: Yves Eigenrauch. «Der Schiri brauchte kaum einzugreifen, denn das Spiel verlief sehr yveseigenrauch.» «Alles eine Frage der Yveseigenrauchness!» «Mein Play heißt Yveseigenrauchplay!»
Eigenrauch, ~Yves~ Eigenrauch. (Gut, dass ich nicht Eigenrauch heiße. Wie die Kinder benamsen als mit Yves?! D.h. vielmehr: schade! Denn erwartete ich eine Tochter, ich könnte sie Eve nennen.) Yves Eigenrauch.
«Sag mal, ist das nicht ein kleins zu viel des Yveseigenrauchlobs?» Nein, das ist schon füglich richtig so, denn wenn einer des Lobes bedarf, weil er so sehr der Selbstbeweihräucherung enträt, ja qua Namen entraten muss, dann Yves Eigenrauch. Gelobt sei dein Name, Yves Eigenrauch.
Yves Eigenrauch.

Richtigstellung 12.08.2018, 23:44 Uhr: Entgegen Opas anekdotischem Wissen war Eusebio (1942–2014) nicht Brasilianer, sondern Portugiese.