Die Top 3 meiner liebsten Namen aus der Wissenschaft

3. [ist mir jetzt leider entfallen, reiche ich bei Gelegenheit nach]

2. Giorgio Agamben – ich meine hallo?! Ein Nachname, bei dem man in der zweiten Hälfte den Mund kaum mehr aufzumachen braucht (Agambm), was soll das denn?

1. Tycho Brahe (1546–1601, dänischer Adeliger und einer der bedeutendsten Astronomen): Wohlklang ist ja wohl was andres, Freunde! Ein Name, dessen Bestandteile ab den Initialkonsonanten jeweils nichts sind als hässliche Vokale, bei denen man den Mund entweder spitzen muss wie ein Maulwurf (y, o) oder grotesk auseinanderzerren wie ein Frosch (a, e), sowie fragil-gehauchte „Konsonanten“, die so instabil sind wie diese japanischen Papiertüren, durch die Homer Simpson einfach durchlatscht. Bzw. das «h» in Brahe: spricht man das überhaupt? Sagt man [braa-hä]? Oder doch, wie ich seit Jahren: [braaää]? Hätte man sich das «he» ohnehin nicht lieber schenken sollen, und lieber «Tycho Bra» heißen? Dann hätte man immerhin einen Fernsehkommissar-kompatiblen Nachnamen aus zweisilbigem Vor- und einsilbigem Nachnamen. Allerdings immer noch «Tycho» als Vornamen! Und wer dächte dabei nicht immer unfreiwillig an all jene, die «Psychologie» nicht aussprechen können und statt dessen «Tsychologie» sagen! Aber nun gut: Tycho Brahe also; verdruckstes Halbgeständnis der Eltern, dass man am liebsten gar keinen Namen vergeben hätte, Krächzstumpen, die der Wind durchs Holztürl des Schuppens besser faucht, Vokal-Ender, die signalisieren, dass die Zeit nach dem aufgezwungenen Beginn der Existenz sich quälend endlos hinziehen kann wie spätestens das [äää] am Endä Braaäääs. Musste sich jemand mit einem solchen Namen unbedingt in die Annalen der Wissenschaft einschreiben? Ich meine: nein.