Stille Lerninsel

An der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Uni Erlangen weiß man noch, wie man ›freundlich‹ darauf hinweist, dass die Leute gefälligst ja ihre Mäuler halten. Mit vier Schildern auf einem Quadratmeter. Man widerspricht sich zwar – »stille Lerninsel« und »ausschließlich stille Arbeit« VS. »sprechen Sie leise« –, aber damit hat man den Vorteil, nur unliebsame Personen ausschließen zu müssen (»Könnt ihr nicht lesen, ihr Kanax? Da steht extra ›Keine Gespräche‹! Kein Wunder, könnt wohl kein Deutsch, was? Und jetzt raus mit euch Geschmeiß!« VS. »Oh, Verzeihung, dürfte ich Sie bitten, etwas leiser zu sprechen? Vielen Dank. Und, sagen Sie mal: Sie sind sehr hübsch – wollen wir vielleicht einen Kaffee trinken gehen? Mein Büro ist gleich da drüben, kommen Sie einfach rein, wenn Sie Lust haben. Ich würd mich sehr freuen, mon chérie! *zwinker-zwonker Luftkuss*«).

Hach, Wirtschafts»wissenschaftler« müsste man sein! *träum*