»wogegen«

Screenshot: Startseite »Neues Deutschland«, 10.3.2020

»Frauen sehen heute immer zehn Jahre jünger aus, als sie sind, wogegen Männer zehn Jahre älter sind, als sie aussehen« – d.h. vice versa, dass Männer zehn Jahre jünger aussehen, als sie sind, und Frauen zehn Jahre älter sind, als sie aussehen – wogegen weswegen der Sinn der einen Gegensatz ausdrückenden Subjunktion »wogegen« zusammenraucht oder vielmehr auseinanderstäubt zu nichts. Ja ja, Sprache – beherrschte eins sie, es könnte zum Beispiel Journalist*in werden, oder sollte sogar.

(Die ambiguische und womöglich gesuchte, wo nicht angezielte Subjunktion wäre gewesen »während«, welche sowohl Gleichzeitigkeit als auch Gegensätzlichkeit ausdrückt, beides in dem Falle uneigentlich.)