Freitag/Samstag

Die Werbestimme im Privatradio sagte »Framstag« und meinte, wie sich herausstellt, das Tagespaar Freitag/Samstag, und für die Reklameindustrie wäre es schon gut, ginge die Welt doch früher unter als später, weil ihr jetzt schon kaum mehr und nur mit Gewalt was einzufallen vermag.

IWEAR

»Ja, nein: Ida Wilhelm Emil Anton Richard … genau … ach so, nee!, dann: Berta Ypsilon und dann Julius Martha … nein, nein! … nicht Julius Martha, sondern Jott Emm, also Julius Martha … ja … und dann der Nachname: Martha Anton Doppel-Theodor Heinrich Ida Emil Samuel … Genau… jetz hamses!… Ja, nee, das stimmt … jaha, da sind sie wahrlich nicht die Erste!«

»Nicezeit«

Grundgütiger.

Und dann ist es freilich keine ordinäre Eisdiele, sondern ein EiSkOnzEpT. Auf der Webseite prahlt das Konzept als erstes mit seiner »Philosophie« (»UNSER EIS IST HAUSGEMACHT, HANDGEMACHT UND MIT LIEBE KREIERT.«) und stellt dann sich selbst bzw. »Unser Konzept« vor: »Wir probieren, rühren, probieren… bis uns das Ergebnis ein Lächeln ins Gesicht zaubert.« Die dennoch industrialistisch »Eisproduktion« genannte Eisherstellung findet im, ist doch klar: »Eislabor« statt.

Aber das ist noch nicht alles. Plärrt einer*m die Seite recht weit unten doch entgegen: »KANN NICEZEIT AUCH IN ESPRESSO?WIR SAGEN: JA!«
Nachgerade philosophisch, aber ohne diesmal damit zu prahlen, argumentiert das Konzept schlüssig und einwandfrei: »Wer Premium-Eis kreiert, sollte auch Premium-Espresso ziehen.«

SAGT MAL HABT IHR DAUERHAFTEN GEHIRNFROST?!

(Sie brechen mich so viel früher zum Reaktionär, als es mir irgendwie lieb sein kann – doch was tun.)