K1, K2, K3, …

Von Magda Goebbels waren die Leute am meisten genervt wegen ihrer ständigen Tweets wie »K5 hat dies«, »K2 hat das«, »K7 hat jenes« oder »Da hat der GoeGa doch glatt …! *lach*«. Twitter konnte darin freilich keinen Verstoß gegen die Volksgemeinschaftsstandards feststellen.

Die Spaghettieis-Legende

Spaghettieis wurde, so behauptet er es jedenfalls, vom Mannheimer Eisfabrikanten Dario Fontanella exactamente am 6. April 1969 erfunden (vgl. Wikipedia). Nun gut, wer wäre ich, das anzuzweifeln. Anzweifeln möchte ich aber Folgendes: In der Abteilung »Trivia« des besagten Wikipediaartikels heißt es: »Laut Dario Fontanella soll es in der Anfangszeit der Eisspezialität öfter zu Tränenausbrüchen bei Kindern gekommen sein, die einen Eisbecher wollten und keine Nudeln mit Tomatensauce.« Und naja, das klingt mir doch schon sehr dahergelogen oder jedenfalls konstruiert. Denn einerseits: Sooo dumm sind Kinder nun auch wieder nicht und waren es wohl auch in der Anfangszeit der Eisspezialität »Spaghettieis« kaum.

Und andererseits: Warum sollten Kinder nach der Anfangszeit dieser Eisspezialität nicht mehr geheult haben, weil sie ein Eis und keine Nudeln mit Soße gewollt hatten. Wenn dieser Wahrnehmungsfauxpas Vierjährigen in den 1960ern unterläuft, dann doch auch Vierjährigen in den 1990ern oder 2020ern, was Freunde. Heutzutagige Kinder machen doch keine erfahren wegwerfende Handbewegung und sagen: »Pfffft, das sind doch keine Nudeln! D a m i t führt ihr mich nicht hinters Licht, Leute *gähn* Das ist Spaghettieis, das gibt’s seit 50 Jahren schon ☝️🧐«

Ich glaube, Herr Fontanella ist einfach ein normaler Kaufmann, der seiner (angeblichen) Erfindung mit einer kleinen harmlosen Flunkerei ein gewisses Air verleihen wollte. Oder: »soll es … öfter zu Tränenausbrüchen bei Kindern gekommen sein« müsste eigentlich heißen: »soll es einmal [max. zweimal] zum Tränenausbruch eines Kindes gekommen sein, das aber schon ganz besonders falsch hingeschaut hatte und von seinen Geschwisterärschen dafür zeitlebens aufgezogen wurde«. Damit schaffst du es aber kaum in die Wikipedia-Trivia-Abteilung bzw. in den Mannheimer Morgen.

In diesen informationsunsicheren wie ‑umkämpften Zeiten sollten wir alle aufpassen, was wir glauben wollen und was nicht. Damit GuMo und einen tollen Tag, Leute👍

Verschwörung (1)

Einmal postete ich unbedarft wortspielelnd »Wer ist das Who-is-who der WHO«, und jetzt kommt raus: Bill Gates 🤡


Please note: Ich finde das Posting wegen Facebooks urschlechter Suchfunktion nicht mehr – da steckt bestimmt Bill Gates dahinter 😡😡😡

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Dass das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin so heißt, wie es heißt, obwohl es einen Bernhard Nocht weder je gab noch gibt, liegt an mir: Das zuständige Benamungskomitee fragte mich, nach wem es sein Tropenmedizininstitut benennen sollte. Ich antwortete: »Bernhard Nicht«, denn er war der erstbeste Tropenmediziner, der mir einfiel. Weil ich das aber per WhatsApp tat, kam statt »Nicht« freilich »Nocht« an. Zeit, auf die Korrekturleiste zu tippen, blieb nicht. Hatte doch das Komitee erst mords hudlerisch nachgefragt, als nur noch fünf Minuten bis zum großen unaufhaltsamen Start der Corporate-Design-Artikel-und-Schilder-Maschinen verblieben waren. Wie üblich hatten sie das Entscheidende aufgeschoben bis zum Schluss.

Gut, dass Bernhard Nicht das nicht mehr erleben muss. Er war kein solcher Renommist, ja Aufpudler, wo nicht Selbstapotheotiker wie etwa Dietmar Hopp, dessen SAP-Firmensitz allen Ernstes und schamlos an der Dietmar-Hopp-Allee liegt und der die zu seinem Otium aufspielenden Fußballer eine Zeitlang durchs Dietmar-Hopp-Stadion jagte wie weiland die Caesaren ihre Gladiatoren. Mit Hopp wiederum schließt sich der Kreis dieses Postings in zwei Richtungen (?): Natürlich Corona, weil Hopp daran verdient, indem sein anthroposopisches Unternehmen Curevac an einem Impfstoff dagegen forscht, und natürlich – Hitler, der ebenfalls zu Lebzeiten sich nicht schämte, durch Adolf-Hitler-Straßen und über Adolf-Hitler-Plätze sich karren zu lassen, ja vielmehr danach gierte.

Hier noch eine Liste weiterer häufiger Vertipper:
– gegebeb statt gegeben
– Ohil statt Phil
– i h statt ich
– su statt du
– rotlackierte CDU statt SPD
– Elm statt Flo
– süd statt ruf
– Christian Dristen

The Michael »Air« Jordan Variations (4)

Dass das Basketballfeld nicht von vier gleichlangen Seiten begrenzt wird, passte ihm nie: Michael »Square« Jordan

*

Verbesserte gerne die Orthographie seiner Mitspieler: Michael »thei(y)r(’re)« Jordan

*

Bei BDSM-Spielchen ist er Sub: Michael »Chair« Jordan

*

Kannte seinen Warenwert (vom Transfermarkt): Michael »Ware« Jordan

*

The Michael »Air« Jordan Variations (3)

Will eins den Ticketpreis einer Busverbindung wissen, fragt’s am besten Michael »Fare« Jordan

*

Spricht fließend Kambodschanisch: Michael »Khmer« Jordan

*

Mit 1,93 m war Helmut »Birne« Kohl nur fünf Zentimeter kleiner als Michael »Pear« Jordan

*

Weil er so groß war, fielen auch seine Quadratlatschen besonders auf: Michael »Square« Jordan

*

Hafner-Drink

Hafner-Drink ist eine Form der Menschenmilch aus Hafnern, d.h. Töpfern oder Ofenbauern. Wie sie hergestellt wird? So: Wir vermengen als erstes den Töpfer/Ofenbauer mit Wasser und weichen ihn dann entweder für mehrere Stunden ein oder kochen ihn. (Zuhause können wir, wenn kein entsprechend großes Industriegefäß vorhanden ist, auch Töpfer- oder Ofenbauer-Flocken verwenden.) Die entstandene Masse pürieren wir nun so lange, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht. Schließlich filtern wir die verbliebenen festen Töpfer-/Ofenbauer-Bestandteile heraus, zum Beispiel mit einem Seihtuch. Die im Filter verbleibenden Rückstände können wir, ähnlich dem Trester beim Pressen von Früchten, nach Bedarf oder Sparnotwendigkeit ebenfalls verzehren. Guten Durscht! Pro-Tipp: Gesundheitsbewusste Genießer*innen zaubern sich mit Hafner-Drink beispielsweise Hafner-Porridge aus Töpfer- oder Ofenbauer-Flocken. Darin kommt wieder zusammen, was zusammengehört, und man hat dann ein echt super ausgewogenes Frühstück. GuMo und guten Appo!

The Michael »Air« Jordan Variations (1)

Der Basketballer mit dem redlichsten Spielverhalten war Michael »Fair« Jordan

*

Seine Mitbasketballer mochten ihn nicht, weil er ständig mit seinem Erbe prahlte: Michael »Heir« Jordan

*

Auf Messen wurden die Chicago Bulls meist von Michael »Fair« Jordan repräsentiert

*

Warb stets für sozialdemokratische Werte englischen Zuschnitts: Michael »Blair« Jordan

*

Die drohende Islamisierung

Wenn die von der Neuen Rechten zusammen- oder vielmehr herbeiphantasierte Islamisierung abgeschlossen und das Abendland endgültig unterworfen ist, wird der Kölner Dom nicht abgerissen werden, aber freilich geschändet und entweiht, und seine Türme werden, auf dass er als Zeichen auch ins Land rage, mit zwei Halbmonden versehen, und heißen wird er, über dem allen: »Kölner Sub«.

Kleiner Reminder:

Das schönste deutschsprachige Onomatopoetikon für einen gut vernehmlichen sonoren Darmwind ist »pfrööööt«. Erstmals gelesen habe ich es in einem Rattelschneck-Cartoon. Ob einer der beiden es erfunden hat, keine Ahnung; das ist imho auch die falsche Frage.

Five »Fingers« (2)

Stellt euch bitte in allen möglichen Situationen Leute in Zehenschuhen vor, aber als ganz normale Schuhe mit Schuhzehen vorne dran vor. Z.B.

– die Ärztin mit Gummiclogs
– die Böhsen Onklez
– die Standesbeamtin in Halbhohen
– Oliver Kahn in Torwartschuhen
– Nazis beim Abhitlern
– Jan Ulrich
– Lars Ulrich
– die Ballerina
– das gesamte MoMa-Team um Jörg Meuthen
– den Waldarbeiter
– Gorgoroth bei der Black Mass Kraków
– Angela Merkel beim G20 Summit
– Götz Kubitschek im Lehnenholzstuhl in Schnellroda
– den Babadook
– Justin Troudeau beim Besuch bei Queen Elizabeth II
– den Polizisten beim Verprügeln des Linksextremisten in die 70% Schwerbehinderung
– die Grundschullehrerin beim Kinder-Zusammenscheißen
– Dieter Zetsche auf der IAA neben einem Straßenpanzer
– den Pfaffen am offenen Grab
– Dieter Nuhr beim verbotenen Aussprechen der Wahrheit in der ARD
– Helmut Kohls Geliebte beim GV nach der Sauna
– Jesus Christus am Kreuz
– den Typen vom Domino Day auf RTL
– Darth Vader beim Laser Schwer Fight mit Obi-Wan Kenobi
– Linda de Mol beim Verheiraten von Ulla Kock am Brink mit Steven Gätjen

Duzu-duzi

Die neue Mippewohnerin sagt, man solle mit ihrem Hund nicht nur Duzi-duzi machen sondern auch mal streng sein wenn’s not tut. Ich mach trotzdem nur Duzi-duzi ✌️😅

Kritik der Literaturwissenschaftler-Coautorschaft

Wenn ich Karl-Heinz Hucke und Olaf Kutzmutz heiße, schreibe ich doch nicht gemeinsam einen Artikel für ein Literaturwissenschaftslexikon. Wie sieht denn das in den Fußnoten der Bücher und Aufsätze aus, »Hucke/Kutzmutz«, hallo. Ein Zaubereibuch hingegen ginge vielleicht, »Huckes und Kutzmutz’ Großes Zauber Buch für Anfänger [mit vielen Tricks zum leicht daheim Nachzaubern!]«, wer würde es nicht gerne den Nichten und Neffen schenken, hukuskutzmutz fidibutz

Tief ANDREAS

15.08.2019 – Hallo Freunde, heute Tief ANDREAS. Ich bin der Engel der Finsternis. Ich bringe Verderbnis Sterben und ewige Dunkelheit über Städte Gehöfte und Fluren. Peitschende Qualen entfessle ich dem Gewölk, rasenden Irrsinn den Lüften. Mein Szepter sei Hagel meine Gnade der Regen mein Zorn die Stürme. Werft euch nieder, stellt euch unter, gleichwie; ihr werdet nicht entkommen. Dem Feuer gesell’ ich das Wasser, der Luft die Erde. Kein Sonnenhauch tingiert das Firmament. Fäden von Essig durchschlieren den Nebelmorast. Das Ende wird zäh. Alles stockt. Tod. ANDREAS.

Morgen wird’s wieder anders lg

(Den apokalyptischen Wetterbericht dazu hab ich vor einiger Zeit schon eingelesen, anzuhören hier, mords mit unmenschlichem Gekeife und Vocoder: https://eisenbartmeisendraht.com/2018/12/08/andreas-lugauer-wetterbericht/ Das sagt Twitter-Kachelmann: »Schwachsinn.«)

Black-Metal-Subgenre

Nach Trve Black Metal, Funeral Doom Black Metal, Depressive Suicidal Black Metal, Nazi Black Metal, im Schlafzimmmer recordetem Ein-Mann-Projekt-Black Metal, Black Metal wo alle nur lachen und sagen »He das ist doch kein  B l a c k  Metal!«, Black Metal mit nur Kellerkonzerte ohne Publikum und so Underground, dass die Bands von ihrer Existenz selber gar nix wissen, und Black Metal mit echt Leute umbringen und Kirchen abfackeln dachte sich eine junge, mittags in der Mensa einer philosophischen Fakultät gegründete BM-Band schließlich: »He zefix, es gibt ja in Dreiteufelsnamen alles an BM-Varietäten schon! Bzw. … Moment mal, ja teufelnocheins –: Kommt’s, wir machen jetzt Dialectical Black Metal!« und nannte sich flugs und bevor jemand anderes sich den Namen schnappte: Negator.

Zusatzinfo: Die Mitglieder der ursprünglichen Besetzung hießen Nachtgarm, Trolfbert, Tramheim, Berthelm.

Aussprachehilfen (2)

Tornados nur noch wie eine griechische Gottheit aussprechen, alle flippen völlig aus, außer am Auge, kaufen ihre Hosen in Chicago, dachten an Poseidon, installieren uralte Betriebssysteme

*

Mode nur noch Made aussprechen, alle flippen völlig aus, lavieren nicht lange herum, sind stark introvertiert, kleiden sich in Speck, werden Slipknot-Fans

*

Sheriff nur noch she-riff aussprechen, alle flippen völlig aus, hören nur noch Gitarristinnen, zerbrechen The Police-Platten, werden Feministen, würden sich »aber von der schon mal gerne verhaften lassen höhö 🤣🤣🤣«

*

#WerteUnion nur noch Wer-teu-nion aussprechen, alle flippen völlig aus, verfaschen ungeschminkt, halten sich mit der ganzen Scheiße nicht länger auf und gründen kurzerhand die NSDAP neu

 

Entsprechungen

Paramilitär : Militär ≙ Paracetamol : Cetamol

*

Papst : Gegenpapst ≙ Wart : Gegenwart

*

Elektronik : Elektrik ≙ Stochastik : Stochik

*

Polizistin : Polizei ≙ Publizistin : Publizei

*

Einwegflasche : Mehrwegflasche ≙ Einweckglas : Mehrweckglas

Aussprachehilfen (1)

Most recent nur noch mit mostrezent übersetzen, alle flippen völlig aus, keltern Äpfel und Trauben, vergleichen mit Birnen, tränken jetzt und hier lieber ein Bier und Vögel

*

Meanwhile nur noch mit Gemeinwohl übersetzen, alle flippen völlig aus, verhalten sich niederträchtig und übelwollend, tragen schwer an Lämmern, kommen ungeschoren davon, flüchten sich unter die Essen

*

soeben nur noch söben aussprechen, alle flippen voellig aus, stoebern nach Buechern, schmoekern darin, kaufen OEM-Software, wuergen eventuell

*

 

Reisekostenabrechnung

Die Reisekostenabrechnungsstelle hat einen Antrag auf Reisekostenabrechnung zurückgeschickt, weil ich fälschlicherweise auf der linken Blattseite direkt unter »Erlangen, den …« unterschrieben hatte und nicht – wie vorgesehen – auf der rechten Blattseite über der vorgegebenen gestrichelten Linie. Es tut mir leid, ehrlich.
Ich habe jetzt zusätzlich auf dieser Linie unterschrieben und bete, dass die Reisekostenstelle es akzeptiert.

WU-TANG

Hallo Freunde, kennt ihr schon den WU-TANG FLAN, die neue Süßspeisenkreation des New Yorker Conditoren-Labels Coppenrade’n’Wi$e?! Bestehend aus exakt neun Zutaten wird er nach einem alten Shaolin-Rezept von neun MCs (Masters of Conditory, Quatsch: Confectionery) in 36 Schritten zu einem zur Fledermaus stilisierten W verfertigt. Für das Süßspeisen-Magazin Backspin ist es d a s Comeback des Jahres, »Wu-Tang erobern damit einen großen Teil des Kuchens zurück!«
In stores May 31

Wendebettwäsche

»Wendebettwäsche« bedeutet übrigens nicht, wie bei »Wendejacken«, dass man sie sowohl normal als auch inside-out verwenden kann, sondern dass unten und oben verschiedene Motive sind. Wie sehr kann man Verbraucher täuschen wollen⁉️😡😡😡

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Es hat auch nichts mit D ’89 zu tun lolilol 😂😂🤣🤣🤣

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Jetzt Produktbedürfnis: Wendebettwäsche mit oben David Hasselhoff und unten Klaus Meine (Scorpions, pfeifend)

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2nd Edition dann evtl Politik-Edition mit oben H. Kohl und unten dem »nach meiner Kenntnis… ist das, sofort unverzüglich«-Mann

Almabtrieb

Hättest du mich getroffen, wie ich Alm abtrieb!

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Der Milchbetrieb im Tiroler Sellraintal, der ist übrigens meine Almabtrieb mater.

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In den Filtern der Klimaanlage meines Ferienhauses im Tiroler Oberland war wieder jede Menge Almabrieb.

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Dissertation

Ich schreibe eine Dissertation über Diskotheken und nenne sie liebevoll «meine Disse».
Jetzt muss ich mich aber wieder ausloggen und an meiner Disse weiterschreiben, sonst kann ich hernach nicht mehr zum Saufen in die Dis[Witzabbruch wegen Pointenüberdehnung]

Salon du Fromage – The Schlechtest Of, Pt. 1

Anlässlich Allerheiligen, des Tages, da nachmittags an den Gräbern der Toten gedacht wird, entrümple ich meine Entwürfedatei! Nachfolgend teilweise haarsträubender Mist, den ich mich nie zu posten getraut habe. Da ich selbst derjenige bin, dem man auf Facebook seinen unpostbaren Quark per PM schicken kann, bin ich diesbezüglich leider angeschissen. Und ihr auch, denn ich muss mein Unpostbares nun hier loswerden. Et voilà, vielleicht ist ja für die ein oder andre was dabei:

Falls Marihuana endlich mal legalisiert wird: melde Titelschutz für «Chiller-Jahrbuch» an. [Erklärung: Es gibt das germanistische «Schiller-Jahrbuch».]

*

«Ihr Sohn ist ein OKtober!»
«Hä?»
«Na, er tobt ganz OK.»

*

Giesgram der Grobe, Herrscher über die ihm Wahldebakelgebirge gelegene Wahlgrafschaft Wahlgeiergrab (nach: Werner, beinhart)

*

Franzbrötchen vs. Franzbranntweinchen

*

«Mag er Quark?»
«Magerquark»

*

Allgemeinpost: Wenn du immerzu zum Mot extravagant greifen willst, dabei aber kaum je das Mot juste, sondern fast stets das Mot non-juste erwischst, dann wirkst du halt nicht, als wärst du besonders oder außergewöhnlich oder gar interessant, sondern dann wirkst du halt dumm; womöglich sogar so, wie du bist.

*

Hey Leute, ich setz mich hin und schreib einen Essay zum Thema «Spätkapitalismus oder Internetgesellschaft?», habts ihr gute Thesen auf Lager oder soll ich jemanden grüßen

*

Robert Gernhardt schmiss die Schnuffis durch den Club und schrie «Bow! Bow!»

*

Michel Foucault: «Übernachten und Schlafen»

*
Was ich nicht lese, macht mich nur härter.

*

Bilden Sie mal einen Satz mit Ingeborg Bachmanns «Malina»

Liegt Ivan nächtens trunken da,
Nehm ich ’n Stift und mal ihn a!

*

Die Neo Thrasher Machine Head nehmen eine neue Zwölfton-Version eines ihrer bekanntesten Songs auf; die Neuversion heißt «12 Ton Hammer»

*

– «Hallo Nachbar!»
– «Grüß Sie!»
– «Sie, sang Sie mal, Ihre Weide ist ja völllig kaputt, ham Sie die nicht letztes Jahr erst eingepflanzt?»
– «Ja, aber das muss so, es ist eine Eingehweide!»

*

Nominativ
Genitiv
Dativ
Akkusativ
Zweifel
Ernst
Schaden
Un

*

Semino Rossi, Il Dottore dei Cuori

*

Wer bringt eigentlich Kokosnüsse auf die Palme?

*

CO2zeiler

*

bestatten: Dr. best. crem. Andreas Lugauer (Urniversität Unterdieërding)

*

«Andreas Lugauer. Gesammelte Werke. Bde. 19–22: Nachlässige Schriften, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 2090.»

*

Schwed/innen, deren Gelenke gerne laut knacken, beispielsweise beim Treppensteigen, sind nah am Wasa gebaut.

*

Der Ranzn ist mehr als die Summe seiner Taille.

*

Wir leben in der besten aller möglichen Welten (Leibniz, Scherzkeks)
(aus der Reihe: Witze, die wohl schon so oft durch philosophische Seminare schallten, daß man schon ein eisenharter Hund sein muß, um sie auf Facebook zu posten)

*

Es ist erstaunlich, daß kaum jemand weiß, wie ein Heizkörperregler, Thermostat genannt, funktioniert.
Damit es nicht immer heißt «Der Lugauer postet in einer Tour nur Krampf, dem sollte man endlich die Finger abschneiden, damit er nicht mehr tippen kann!», dies: Ein Heizkörper wird auf Stufe 5 nicht wärmer als auf Stufe 1. Er heizt nur desto länger, je höher der Regler aufgedreht ist. Jeder Stufe des Reglers ist eine Temperatur zugeordnet, und wenn die im Raum erreich ist (der Regler erkennt das), dann macht das Ventil im Regler, durch das das Heißwasser in den Heiß-, Quatsch: Heizkörper gelangt, zu und der Heizkörper wird langsam kalt.

*

[Latschenfotos] Gehen die noch oder neue kaufen? Schreibt’s mir in die Kommis! ;–)
«Du Saukrüppel, so ham wir dich nicht erzogen! Nicht nur, daß du in solchernen Latschen immer noch rumläufst, sondern auch, daß du’s de Leut auch noch zeigst! Was solln denn die von uns denken?»
«Aber es weiß doch überhaupt niemand, ob das nicht einfach irgendwelche alten Latschen sind oder meine tatsächlichen! Da greif’ ich lieber ein paar Likes ab, v.a. mit der hübschen Ambiguität von ‹gehen›!»
«Dir like i glei oane – links und rechts und links a nomal!» 
[Erklärung: Hier wollte ich meine uralten, wirklich abgeranzten Hausschuhe posten. Offenlegung: Ich trage sie immer noch.]

*

Falls jemand wissen will, wie es sich anfühlt, ~noch nie~ eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone bekommen zu haben: PN, DruKo und DrüKo sind offen!

*

Rätsel des Tages (Infoscreen U-Bahn Nürnberg, 04.03.18)
Wieviel Uhr wird es 71 Stunden nach 17 Uhr abends sein Antwort: 16 Uhr. (Keine Pointe.)

*

Abtönungspartikeln und Textmarker so ein bißchen raus aus den Universitäten irgendwie! Also ich persönlich fänd das ein Stück weit sehr spannend, muß ich sagen.

*

Meine Pinnwand soll euch auch immer Heimat sein, ein Ort des Zurück- und Ankommens, des Auftankens und Batterieladens, aber auch des Ausblicks vom sicheren Hochsitz aus in die Ferne, das Fremde, Widerliche, Bedrohliche, Grauenerregende, Unmenschliche, Verschlingende, Devastasierende, Zermörsernde, Verdorrte, Verfaulte und Verfaulende undsoweiter.

*

Zahnzwischenräume

Wenn er während der Arbeit vor dem Gang ums Pausenbrot von jemandem gebeten wird, ihr/ihm vom Bäcker eine Semmel mitzubringen, nimmt der Bekannte einer Bekannten immer eine Mohnsemmel. Die Leute hätten dann immer Mohnkörner so lustig zwischen den Zähnen, sagt er, und selbst wenn sie es bemerkten: rauskriegen täte die mangels Zahnstocher/-seide o. ä. kaum jemand. Diejenigen, die diesen «Prank» schon kennen, verbieten ihm daher, Mohnsemmeln mitzubringen.
Backhandwerk, jetzt bist du gefragt: Wann legst du endlich Spinatsemmeln vor?

Mashups

Remakes von Bud-Spencer-und-Terence-Hill-Filmen, aber mit Tyler Durden und dem namenlosen Protagonisten (E. Norton) aus Fight Club:

  • «Zwei» außer Rand und Band
  • «Vier» Fäuste für ein Halleluja
    und natürlich:
  • «Buddy» haut den «Lukas»

Über den Rummel

Freitagabend war ich zum ersten Mal seit ich glaub 6 Jahren mit Freunden aufm Rummel. Nürnberger Frühlingsfest nennt sich der hier. Das Wort Rummel benutzte ich heute zum allersten Mal überhaupt, sonst wegen meiner Herkunft halt immer Volksfest, deswegen schreibe ich es hier zum dritten Mal: Rummel. Oh man dachte ich jetzt muß ich auch wieder lustige Post schreiben über was ich aufm Rummel (4) erlebte. Weil in letzter Zeit war es paar Mal schon vorgekommen daß Leute mir was „Lustiges“ erzählt hatten und dann gemeint hatten ich solle da mal lustige Beitrag drüber schreiben. Ja richtig, seit ich im Internet aktiver bin Weiterlesen

Broken-Window-Theory

Prank für diejenigen unter den Lesis, die sonst schon alle Pranks durchhaben:

Gehe in das wohlhabendste Viertel Deiner Stadt und schmeiße an drei unterschiedlichen, aber strategisch klug gewählten Stellen je ein Fenster ein. Gemäß der Broken-Window-Theorie wird das Viertel anschließend langsam zu einem gemütlichen Glasscherbenviertel hinüberranzen, eventuell sogar bis zur völligen Verwahrlosung.
Profi-Tip: Schmeiße für jedes reparierte Fenster zwei andere ein! Broken-Window-Abranzen funktioniert nur, wenn eingeschmissene Fenster «Bestand» haben.

(Wer diesen Prank schon erfolgreich hinter sich gebracht hat, nehme sich den nächsten Schwierigkeitsgrad vor: eine Gated Community.)

Zum Schlachter?!

Ihren Hit «Bring Your Daughter to the Slaughter» (1990, UK-Charts Platz 1) nahm die britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden übrigens auch in einer österreichischen Version auf: «Bring’ dei Dochta schnö zum Schlochta». Sie verstaubte allerdings, weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit, auf der B-Seite der 7″ bzw. als Track 4 auf der Maxi-CD/auf der Bandmitte der MC.

In Österreich war man anfangs sehr «geschmäächelt» von der Würdigung aus UK, jedoch langte es dann auch dort nicht für Airplay. Denn die österreichischen Sittenwächter waren zu erbost über die Übersetzung des Refrains «Bring your daughter, bring your daughter to the slaughter / Let her go, let her go, let her go», als daß sie einer VÖ in Ö hätten zustimmen können: «Bring’ dei Dochta, bring’ dei Dochta schnö zum Schlochta / Hosd dei Rou, hosd dei Rou, hosd dei Rou!»

Selbst auf Youtube wurde die österreichische Version bereits 1991 wieder gelöscht, dort findet man nur noch die ursprüngliche: [bring your browser to, eh, Youtube]

Seemannscover

Könnte ich Schifferklavier spielen, dann würde ich eine Seemanns-Version von Metallicas ‹Master of Puppets› aufnehmen. Singen würde ich dabei z. B. folgendes:

Schau: mein Dreimaster!
-master!
Dreimaster of Puppets
I’m pulling the strings! …

Leider kann ich nicht Schifferklavier spielen.

(Offenlegung: Singen kann ich auch nicht.)

 

Fragmente (wg. Albernheit)

Wäre ich eine Frau und hieße Anneliese, ich ließe mich – Nomen est Berufsberatung– zur Psychoanalytikerin ausbilden und nennte mich Psychoann[Fragment wg. Albernheit]

***

Wäre ich Besitzer einer fränkischen Kegelbahn, ich verpflichtete Magdalena Neuner für ein Werbeplakat, auf dem sie mit Daumen hoch aus einer Sprechblase sagt: «Alle Neu[Fragment wg. Albernheit]

***

Hieße ich, wie der Schriftsteller Raoul Schrott, mit Nachnamen Schrott, ich eröffnete ein Geschäft für Elektroartikel und nennte mich Elektro Sch[Fragment wg. Albernheit]

Kurse & Seminare

Aus dem Workshop-Angebot der Universität Erlangen-Nürnberg: «In den Schreibfluss kommen: Blockseminar» (kein Witz)

Ferner bieten diese Spaßvögel u.a. an:
– Fast fertige Hausarbeiten beenden: Anfängerkurs
– Motivationshürden abbauen 2: Aufbauseminar
– Nebenwiedersprüche bei Marx: Hauptseminar
– Bipolare Störungen erkennen und behandeln: Mittelseminar
– Ringvorlesung: ‹Alles hat ein Ende, nur die Wurscht hat zwei› – Leben, Werk und Wirkung des Musikers Stephan Remmler

Andernorts steht man solchem Quatsch jedoch in nichts nach:
– Addieren, subtrahieren, dividieren: Malkurs (VHS)
– Kompostieren & Düngen: Schnupperkurs (Obst- und Gartenbauverein)
– Crashkurs «Sicher durch den Straßenverkehr» (ADAC)

 

 

Teddie an Max

«Lieber Max,
weil es bald Sommer zu werden sich anschickt: Wir sollten nicht verabsäumen, auf der Instituts-Terrasse die Marcuse, äh: Markiese reparieren zu lassen.
Dein Teddie»

Theodor Wehehe Adorno an Gaudi-Max Horkheimer, 16.04.1961. Adorno meint das Institut für Sozialforschung (IfS) in Frankfurt.

Bloch-Kurs

Ein Freund gibt Philosophie-Kurse für Laien, Gegenstand ist meist ein/e Philosoph/in zu einem bestimmten Thema. Diesmal macht er einen Bloch-Kurs. Für die Interessierten: Er behandelt unter anderem die Bloch-Bücher Erbsen dieser Zeit (1953), Tübinger Klöse in die Philosophie (1963), Mahlzeit und Ordnung (1947) sowie Experimentum Mundi. Frage, Kategorien des Herunterwürgens, Anorexis (1975), und damit ein schönes Potpourri des gediegenen Blochens.


Der Briegarten – was ist das überhaupt?

Ante mortem

Heute habe ich Wasser aus einer PET-Flasche getrunken und erst danach gemerkt, daß es bereits am 31.03.17 abgelaufen war (hatte die Flasche im Schrank gefunden). Zur Stunde macht sich noch nichts bemerkbar, aber wenn ich das nicht überleben sollte: Es war schön mit euch LG wir sehen uns „drüben“!

PS: Vio medium 7/10

Agnieszka und Zuzanka

Meine Basen Agnieszka und Zuzanka aus Warschau sind zu Besuch. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Zuzanka ist kaum im Haus, sie suchte gleich am zweiten Abend die städtische Riot Grrrl Gang auf; gemeinsam vermöbelten sie dann Nazis, die Geflüchteten aufgelauert hatten. Kein Vergleich dazu ihre stubenhockende Schwester! Agnieszka hat bereits versehentlich eine Glasvitrine im Wohnzimmer umgeschmissen, ist der Hündin mehrfach auf Schwanz und Pfoten getreten und hat den Nachbarn vom Haus gegenüber mittenmang ins Gesicht gefragt, warum er so häßliche Kinder habe. Agnieszka verhält sich echt oft wie die Elefantin im Porzelanladen – sie ist eine richtige Trampolin!

(Offenlegung: Ich habe weder Basen aus Warschau noch eine Hündin noch eine Glasvitrine, geschweige denn ein Wohnzimmer. Gegenüber steht (noch) nicht mal ein Haus. Ich wollte ursprünglich nur den Wortwitz ganz am Ende machen.
Nazis haben wir in Nürnberg leider schon.)

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Salon du sperme

Folgende Szene stelle man sich bitte als Cartoon vor:

Eine Samenbankmitarbeiterin steht an der Rezeptionstheke ratlos vor drei kleinen Plastikbecherchen. Sie ruft einen der Spender, die noch auf ihre finanzielle Aufwands- bzw. Abspritzentschädigung warten, zu sich und fragt ihn: «Entschuldigung, welches war gleich nochmal Ihres? Ich hab leider so ein schlechtes Samengedächtnis…»

Modern

Nur ungern erinnere ich mich an die Ausstellung »Wege in die Moderne. Weltausstellungen, Medien und Musik im 19. Jahrhundert«, die 2014 im Germanischen Nationalmuseum (GNM) in Nürnberg veranstaltet wurde. Was war es dort langweilig – ausschließlich über hundert Jahre altes Gerümpel!

Ungleich lieber erinnere ich mich an die zur gleichen Zeit in den Kellergewölben des GNM vonstattengegangene Ausstellung »Wege in die Weiterlesen