»Mehl«

Sehr geehrte Leserschaft,

ist jemandem der Ausdruck Kaffeemehl geläufig? Oder, worum es hier eigentlich geht: Hat jemand den Ausdruck Kaffeemehl im aktiven Wortschatz?

Er begegnet m. E. nur in Google-Ergebnissen zum Thema »Wie viel Kaffeepulver pro Tasse« oder in Bedienungsanleitungen überkandidelter Kaffeezubereitungsgeräte. Womöglich in Kaffeeenthusiasten-Gefilden noch öfter, doch wer will sich dort schon aufhalten.

Warum dieser Beitrag? Weil der Ausdruck Kaffeemehl doch purer Distinktionsquatsch ist. Jetzt möge jemand sagen, jamei, die Kaffeebohnen wer’n halt gemahlen, und das Produkt des Mahlens ist eben Mehl. Doch sei entgegnet: Wie wäre es mit dem Ausdruck Salzmehl? Oder Pfeffermehl? Wer’n bspw. Salz und Mehl nicht e’mfalls gemahlen?

Gehen Sie mahl mal in den Supermarkt und fragen, wo das Kaffeemehl ist. Na, die schauen Sie aber von oben nach unten und zurück an! »Wat? Kaffee is’ da und Mehl da hinten …« Fragen Sie hingegen nach Kaffeepulver, nimmt die Supermarktkraft Sie augenblicklich als normalen Menschen wahr und weist Ihnen gerne den Weg zum Tchibo-Regal.

Herzliche Grüße
Salon du Fromage ☕🤏😃🤌☕

James Bond, neu aufgelegt

James Bond – 007 jagt Dr. No, überprüft seine Dissertation, findet auffällig viele plagiierte Stellen und macht mithilfe seiner von Ihrer Majestät verliehenen Lizenz zum Aberkennen aus Dr. No im Handumdrehen no Dr.

Fortsetzung: 007 jagt schon wieder Dr. No! Denn dieser ist abermals promoviert – und zurück mit neuen Bösartigkeiten! Er hatte einfach seine bereits fast fertiggestellte Habilitationsschrift zur Promotion umgearbeitet und sie dann erfolgreich als solche verteidigt, und zwar alles wissenschaftlich sauber! Außerdem hat er bereits eine neue Habil »in der Pipeline« und sogar recht gute Aussichten auf einen Lehrstuhl und lebenslange Verbeamtung. Wie soll Bond ihm nun das Hand- bzw. Schreibwerk legen?