Freitag/Samstag

Die Werbestimme im Privatradio sagte »Framstag« und meinte, wie sich herausstellt, das Tagespaar Freitag/Samstag, und für die Reklameindustrie wäre es schon gut, ginge die Welt doch früher unter als später, weil ihr jetzt schon kaum mehr und nur mit Gewalt was einzufallen vermag.

Die Vergessenen der Koalitionsverhandlungen

Stefan Quandt und Susanne Klatten machen sich in die Hosen, weil mit dem ehemaligen Jungsozialisten Kevin Kühnert (32, SPD) in einer Regierungspartei die BMW-Enteignung ansteht und sie dann runterrasiert werden auf Hartz IV (SPD, Grüne), z. B. 5,09 €/Tag für Essen und nichtalkoholische Getränke, bis sie wieder erfolgreich in den deregulierten Arbeitsmarkt integriert sind, vielleicht erstmal einfache Leiharbeit in einem Betrieb oder Essen ausfahren für Fa. Gorillas oder E-Scooter einsammeln und daheim juicen für einen Anbieter (wenn sie noch 1 PKW und 1 Daheim mit ausreichend Platz besitzen/mieten können). Die enteigneten 30.000.000.000 o.ä. EUR haut @kuehnikev dann für irgend einen sozialistischen Träumereienmist auf den Putz.

Edit: In einer früheren Version dieses Textes stand, bei Hartz IV seien 5,19 €/Tag für Essen und nichtalkoholische Getränke vorgesehen. Tatsächlich sind es 5,09 €/Tag. Ich bitte, diesen Fehler zu entschuldigen.

IWEAR

»Ja, nein: Ida Wilhelm Emil Anton Richard … genau … ach so, nee!, dann: Berta Ypsilon und dann Julius Martha … nein, nein! … nicht Julius Martha, sondern Jott Emm, also Julius Martha … ja … und dann der Nachname: Martha Anton Doppel-Theodor Heinrich Ida Emil Samuel … Genau… jetz hamses!… Ja, nee, das stimmt … jaha, da sind sie wahrlich nicht die Erste!«

»Nicezeit«

Grundgütiger.

Und dann ist es freilich keine ordinäre Eisdiele, sondern ein EiSkOnzEpT. Auf der Webseite prahlt das Konzept als erstes mit seiner »Philosophie« (»UNSER EIS IST HAUSGEMACHT, HANDGEMACHT UND MIT LIEBE KREIERT.«) und stellt dann sich selbst bzw. »Unser Konzept« vor: »Wir probieren, rühren, probieren… bis uns das Ergebnis ein Lächeln ins Gesicht zaubert.« Die dennoch industrialistisch »Eisproduktion« genannte Eisherstellung findet im, ist doch klar: »Eislabor« statt.

Aber das ist noch nicht alles. Plärrt einer*m die Seite recht weit unten doch entgegen: »KANN NICEZEIT AUCH IN ESPRESSO?WIR SAGEN: JA!«
Nachgerade philosophisch, aber ohne diesmal damit zu prahlen, argumentiert das Konzept schlüssig und einwandfrei: »Wer Premium-Eis kreiert, sollte auch Premium-Espresso ziehen.«

SAGT MAL HABT IHR DAUERHAFTEN GEHIRNFROST?!

(Sie brechen mich so viel früher zum Reaktionär, als es mir irgendwie lieb sein kann – doch was tun.)

Maschinell „übersetzt“

Diese Produktbeschreibungen anderssprachiger Hersteller auf Amazon etc. – maschinell „übersetzt“, von niemandem gegengelesen, blindlings einfach reingehauen, weil »die Leute wissen eh, was gemeint ist« –, sie treiben mich noch in den Wahnsinn. Mit Gebrauchsanweisungen ist es dasselbe.

Und aus der Tastatur der Werbe-Content-Creators von Facebook et al. hieße der letzte Satz »Bei Gebrauchsanweisungen, ist es dasselbe«. Dieses präverbale Depperlkomma aus dem Reiche der Prosodie statt der Syntax, mählich ruiniert auch es mich zerebral, und leicht 80 % aller Deutschlehrer*innen der neuesten Generation wüssten nicht mehr zu sagen oder gar begründen, ob da eins hinmuss oder nicht.

Geht’s doch alle scheißen.