Nachrichten ausm IBIS (3)

(1) Es heißt IBIS Styles.
(2) Das Waschbecken ist recht stylish. Eine Schüssel oder womöglich sogar Bowl aus Glas mit Mosaikmuster, das s e h r großzügig verfugt ist. Blöd: Der Wasserhahn befindet sich etwas zu weit neben der Schüssel, der Strahl schießt oben am Bowlrand ein, sodass etwa beim Händewaschen unnötig Wasser auf den Waschtisch sprotzt.
(3) Die Tische im Frühstücksbuffetraum werden urflink abgeräumt, sobald eine Frühstückerpersoneneinheit den Platz verlässt. Das ist gut und schlecht. Fühlt sich’s doch, zurück mit dem Nachschub, so gegangenwordensein an.
(4) Es mag sich so lesen, als sei es hier nicht so schön. Das stimmt nicht. Gemeckert ist sich’s nur leichter und zugänglicher als gelobt.
(5) Der Blümchenfototeppich des Zimmers und der Steinwegfototeppich der Fluren seien zur Einordnung, Gewichtung, Bewertung den Leser*innen überlassen:


(Um den Jahreswechsel 2019/20 unternahm ich eine Reise nach Wien. Unter »Nachrichten ausm IBIS« gibt es einige ungeordnete Hoteleindrücke. Hier »Nachrichten ausm IBIS (1)« und hier »Nachrichten ausm IBIS (2)«.)

Nachrichten ausm IBIS (2)

Als wir im Hotel ankamen, war es bereits stockfinster. Am Morgen am Zimmerfenster dann dieser Ausblick:

Ja, da schmissen wir freilich die Tagespläne über den Haufen und gingen frohlockend ans Werk: »Heite grob ma Tote aus!« (Voodoo Jürgens [YouTube])


(Um den Jahreswechsel 2019/20 unternahm ich eine Reise nach Wien. Unter »Nachrichten ausm IBIS« gibt es einige ungeordnete Hoteleindrücke. Hier »Nachrichten ausm IBIS (1)«.)

Nachrichten ausm IBIS (1)

Um den Jahreswechsel 2019/20 unternahm ich eine Reise nach Wien. Unter »Nachrichten ausm IBIS« gibt es heute und in den folgenden Tagen einige ungeordnete Hoteleindrücke.

(1) Am Haartrockner muss der Ein-aus-Knopf, weil federbelastet, ständig gedrückt werden. Gute Trockenleistung, aber umständlich handzuhaben, v.a. bei Handwechsel.
(2) Der Fußboden ist eine Art Fototeppich mit Gänseblümchenmotiv.
(3) Die Toilette ist vom Zimmer mit einer Glasschiebetür abgetrennt, die 2 cm vor der Wand endet und so praktischen Durchlass für Gerüche und Geräusche aller Art bietet. Zumindest für letztere fehlt eine Absaugeeinrichtung.
(4) Hinter den beiden Kopfkissen ist je ein stuhlrückenartiges Holzbrett (Furnier) angebracht. Sitzposition zum Fernsehen: ✅
(5) Der Fernbedienung fehlt der Batteriefachdeckel und sTäNDiG dRäUT dEr BAtTriEveRLusT.
(6) Dem Türspion (!) korrespondiert an der Flurwand gegenüber der Feuermelder – mit einem langen dünnen »Staberl« (österr. für Stäbchen) ließe er sich durch den Spion hindurch auslösen. Aber warum.
(7) [vergessen, reiche ich bei Gelegenheit nach]
(8) Der Fototeppich im Flur, ein Steinwegmotiv, ist eine Zumutung.
(9) Torsun Burkhardt von Egotronic hatte als Profilbild mal die Ibis-Logopersiflage »I bims«.
(10) An der Wand hängt ein breitformatiges Großbild einer vermutlich Brückenaufhängung mit lauter Stahlseilen, die sich nach synoptischem Drüberschauen als aus urschlechter Perspektive fotografiertes Berühmt-Riesenrad ausm Wurstelprater entbirgt.
(11) Auf dem Doppelbett liegt dieses Kissen:

Sprengstoff

Zehn Minuten am Silvesterabend im böllerfreien Wien, und schon wollte ich zum Jahreswechsel nie wieder in Deutschland sein. Nicht diesen bundesrepublikanischen Straßensadisten und verhinderten Mördern ausgesetzt sein, sich wie in der Zivilisation fühlen, nicht ohne Unterlass vom Machismo und Chauvinismus und explodierenden Phallus die Trommelfelle erschüttert bekommen, nicht jedes halben Schrittes achtgeben müssen – hach!

Deutschland ist Krieg.

13:49 Uhr

Wenn ich zu einer ganz bestimmten Uhrzeit auf eine Digitaluhr schaue, denke ich: »Ah, jetzt ist wieder Die-norwegische-Black-Metal-Band-die-sich-nach-dem-Jahr-des-ersten-Pestausbruchs-in-Norwegen-benannt-hat Uhr!«

Sportsgeist in der Fittenumkleide

14.11.2019 – Heute morgen in der Umkleidekabine der Fitte wurde ich von einem mir unbekannten – wie ich meine, schon sagen zu dürfen: Kollegen, der tatenfroh, ja enthusiasmiert hereingestoben war, friedliebend grinsend per Handschlag begrüßt. Zwar wohl nur, weil er einen ihm Bekannten derart begrüßt hatte und mich scheint’s schlicht nicht excludieren wollte – aber immerhin, ey. Vollends baff war ich, als mir der dann schon muskelgurtumschnallte Frohlockfex vor dem Verlassen gen Fitnessmaschinenraum zur Verabschiedung noch einmal die Hand reichte. Zwar wohl wieder nur, weil er dies bei seinem Bekannten ebenfalls getan hatte, aber immerhin, ey. So stand ich denn auch leicht anenthusiasmiert auf meinem Gerät. Und gerade fällt mir auf, dass ich dabei und bis gerade eben gar nicht mehr an ihn dachte. Wie angenehm, das alles!

Autobahn, Tempolimit

Der folgende Beitrag ist nicht, wie sonst immer (fast) alles, dreist dahererfunden und grob zusammengelogen und komisch gemeint.

In den letzten Wochen bin ich – seit acht Jahren fast ausschließlich Eisenbahnfahrer – mal wieder Auto gefahren, darunter auch einige Autobahnfahrten. Und: Auf der Autobahn mehr als 130 km/h zu fahren ist Unsinn. Oft auch mörderischer Unsinn. Warum: Die allermeisten sind einfach zu dumm, schneller als 130 zu fahren. Deppert und dicht auffahren, den Vorderleuten unnötigen Stress machen, insgesamt nur für Aufruhr sorgen, dabei aber keine drei Sekunden Zeit gewinnen – nur Arschlöcher fahren so. Und auf den Autobahnen fahren sehr viele, viel zu viele wie Arschlöcher. Wie gemeingefährliche Arschlöcher obendrein.

Erlaubte Maximalgeschwindigkeit von 130 km/h, Geschwindigkeitsverstöße mit brutalen Geldstrafen und wenn nötig monatelangen Fahrverboten belegen – und es wäre eine Freude, auf deutschen Autobahnen zu fahren. Wie in zivilisierten Ländern mit max. 130 km/h oder weniger. Als jemand, der maximal 130 km/h fahren m ö c h t e , ist es hierzulande eine Tortur und gefährlich obendrein. Die deutsche Verkehrspolitik, ausschließlich Zuarbeiterin der Heiligen Automobilindustrie Deutscher Nation, hat den Arsch offen.

Wer sagt: »Dann fahr halt nicht Autobahn, wenn du es nicht aushältst. Oder wenigstens immer auf der rechten Spur. Und übrigens: dU BiSt mIt DeiNeR aUsbREmsEnDen LaNgsAmFAhrWeiSe dEr eiGeNTLicHe gEfaHreNHerD!«, hat auch den Arsch auf.