Komikkritik: Gedichtetag auf der taz-Wahrheit

Der wöchentlich wiederkehrende Ankündigungstext der Gedichte-Rubrik der taz-Wahrheit lautet: »Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit. Die Leserschaft darf sich an einem Poem über … erfreuen.« Aber was soll das?, nur weil Gedichte mancherorts den Ruf der angestaubten Form haben mögen – im Deutschunterricht werde man dahingehend eh bloß mit über hundert Jahre altem Zeug gequält, wen interessiere dieses Schnarchzeug –, braucht man doch nicht so altertümelnd daherzuschreiben. Warum nicht gleich: »Die Recipienten dürffen sih an Poeterey über … erfrewen«?
Über die veröffentlichten Gedichte nichts.

Komikkritik (2)

Kylo-Ren-Darth-Vader

Kylo Ren unterschreibt auf einer Karte für seine Mutter natürlich mit «Kylo Ren». Durch die distanzierte Ernsthaftigkeit des vollen Namens wirkt die Nachricht denn auch gleich derart unglaubwürdig, dass der Witz gar nicht mehr lustig ist (warum schreibt «Kylo Ren» dann nicht auch gleich «Han Solo» statt «Dad»?). Wie ich die Ernsthaftigkeit dieses KK-Häppchens ebenso gut unterlaufen könnte, indem ich es beendete mit:
Tschausn-Popausn, Euer Candy-Andi!

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Tweet-Quelle des Screenshots: https://twitter.com/DepressedDarth/status/863806259056844801

Humorkritik: Bialetti

Trauerhilfecartoon

Diesen Cartoon sah ich letztens im Vorbeigehen und fand ihn zunächst sehr lustig. «Hehe, sie hat aus seiner Asche einfach Kaffee gekocht», schmunzelte ich, da der Cartoon mich daran erinnerte, dass Renato Bialetti, Sohn des Erfinders der Bialetti-Espressokannen (eigentlich: Mokakanne), in einer Urne in Form einer Bialetti-Kanne beigesetzt worden war.
Als ich beim zweiten Blick im Hintergrund die Urne im Aquarium sah, fand ich den Cartoon überhaupt nicht mehr lustig. 2/10