ABBA-Tribute*

Nach überraschend veröffentlichtem neuen ABBA-Album: Die Tributeband A*Teens tritt jetzt auch wieder auf, diesmal als A*Dults.

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Problem-Absatzmarkt Ostdeutschland: An sächsischen Schulen dürfen auf Weisung des Kultusministeriums weder A*Dults noch die alten Alben der A*Teens gespielt werden. Wo kommen wir hin, wenn einfach versteckt gegendert wird.

Schlagermove

Andy Grote* lässt den Song »Schlagermove« von Oidorno nicht aus dem Netz löschen, obwohl darin gut vernehmlich und mehrfach »Selbst Andy Grote geht zum Schlagermove / … / Was für ein Idiot!« zu hören ist. Aber alle, die sich das streamenderweise anhören, bekommen wahrscheinlich Hausbesuch von einer Einheit kriegsausgerüsteter Polizei-Cyborgs.

* Hamburgs Innensenator, SPD. Kürzlich bekam ein Hamburger Besuch von der Polizei, weil er im Juni unter einen Grote-Tweet kommentiert hatte: »Du bist so 1 Pimmel«

Haindling, »Bayern«

»Bayern, des samma mir
Bayern und des bayrische Bier!
Bayern und des Reinheitsgebot
Des is unser flüssiges Brot!«,
singt die bayerische und heimattümelnde Gruppe Haindling seit vielen Jahren. Was sich seit je gleich selbst erledigt, denn: Nein, »des Reinheitsgebot« ist nicht euer »flüssiges Brot«.
Mut zum Crucifix-, Quatsch: Kreuzreim, damit würd’s hinhaun!

Wer es noch nicht kennt oder einen Ohrwurm braucht: https://youtu.be/1OWzjP8UTH4

Bio(N)Tech

BioNTech – wer muss da nicht an den Sepultura-Song »Biotech Is Godzilla« (1993) denken? Textlich ein astreiner Deppensong, verfasst vom offenbaren Volldeppen Jello Biafra (Ex-Dead Kennedys und eines von Sepulturas »biggest idols«). Biafra haut darin die Verschwörungstheorie raus, Biotechnologie werde in finsterer Absicht für geheime Zwecke unserer »rulers« und der »corporations« betrieben. Das ganze gipfelt in der Zeile »Biotech Is AIDS« und schließt damit an an das nicht aus der Welt zu kriegende Hirngespinst, die CIA habe das HI-Virus erschaffen, um Homosexuelle und Afroamerikaner auszurotten.
Musikalisch aber ein recht guter Hardcore-Song für eine Thrash-Metal-Band 😃

Böshe Onklez

Stark auch, wie sehr sich die Böhse-Onklez-Liedzeile »Wür sünd der Stachöl / üm Aasch der Natioon!« bis heute bewahrheitet. Noch bei jeder Corona-MPK muss irgendwann ein armer Tropf kleinlaut eingestehen: »Und ja, die Böhsen Onkelz piesacken uns auch immer noch. Nach wie vor wissen wir nicht, wie wir ihnen Herr werden können.«

Maus-Malaise

Der Musiker John Maus will nicht absichtlich an den Krawallen ums US-Kapitol teilgenommen haben, wie er kürzlich bekannt gab. Er sei an dem Tag zufällig in der Nähe des Regierungsviertels gewesen, dann unglücklich mausgerutscht und so in die ganze Sache hineingeschlittert. Er bringe bald eine neue CD heraus, auf der die Malaise für alle verständlich aufgearbeitet werde, so der US-Amerikaner.

Scooter über die Gegenwart

Scooter veröffentlichen am 23.10. mit dem annualkritischen Titel »FCK 2020« den Track zur »Stunde«. Wahrscheinlich geht’s ihnen wie den Sportfreunden Stiller mit »’54, ’74, ’90, 2006«¹ und sie müssen das Lied in zwei Jahren als »FCK 2022« und in vier Jahren als »FCK 2024« jeweils aktualisiert releasen.

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¹ Weil die Schlechtfußballtruppe DFB-Herrenauswahl 2006 trotz sportfreundischem Unterstützungsgejohle nicht WM-Gewinner geworden war, schmiss die Band den Song 2010 als »’54, ’74, ’90, 2010« erneut auf den Markt, um den Fans nochmal ein paar deutsche Euro aus der Tasche zu ziehen; bei der Herren-Fußball-EM 2008 hatte sie den Song als – rhythmisch kaum glaublich – »’72, ’80, ’96, 2008« aufgeführt. 2014, als endlich alle ihre Ruhe hatten vor den sogenannten Sportfreunden, die auf Teilnahme lieber verzichteten, konnte der WM-Triumph den DFBlern dann endlich gelingen.