Aussprachehilfen

Die berühmteste Tochter von der Elbe
Ist nach wie vor der Spice Girls’ Mel B.

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Am schönsten in der Alten Mälze
Sang nach wie vor der Spice Girls’ Mel C.

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Am liebsten schlug der Spice Girls’ Emma
Die anderen Girls im Ring bei MMA

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Als liebsten Snack aß Mon Chérie
Das rote Spice Girl, die Geri

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Der Ehemann aus den Hallen von Moria
Sie elfengleich sportlich: Spice Girl Victoria

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Notwendiger Neologismus

Fei|er|vor|mit|tag, der: Vormittag eines alljährlich wiederkehrenden weltlichen oder kirchlichen Gedenktags, an dem vormittags die Arbeit ruht

Grund: Meine Arbeitgeberin informiert mich per E-Mail, »dass der 16. November 2022 (Buß- und Bettag) nicht vorlesungsfrei sein wird. Ab 12 Uhr findet regulär Lehre statt – der Vormittag ist ein Feiertag«, genauer gesagt ein Feiervormittag.

Alumni

»Als Alumni sind Sie ein wertvoller Teil unserer großen […]-Familie – halten Sie den Kontakt zu ehemaligen Mitstudierenden und Lehrenden aufrecht.«

*zieht den Verantwortlichen dieser E-Mail die Ohrwascheln lang* » W i e  lautet der Nominativ Singular von ›Alumni‹?!«

»Alumnus! Alumnus!«

*lässt ein wenig lockerer* »Und  w a n n  benennt ihr euch gendersensibel um in ›Alumni/-ae/-a-Verein‹?«

»Hä wa…«

*zieht die Ohrwascheln wieder stärker an*

»Ich bin ein Zahnarzt / und ich bin cool drauf«

Die sehr gute Zahnarztpraxis, deren Patient ich bin, hat den besten Service aller Zeiten. Die Mitarbeiter*innen an der Rezeption sind außergewöhnlich freundlich, hilfsbereit und entgegenkommend. Wartezeiten gibt es fast nie: Eins kann eine Minute vor dem vereinbarten Termin im Wartezimmer sitzen und wird dann maximal drei, wenn’s hochkommt: vier Minuten später in eines der zahlreichen Behandlungszimmer gebeten. Was ich in anderen Praxen schon herumgesessen habe! Zahnärzt*innen wie zahnmedizinische Fachangestellte führen, bevor sie die Untersuchung/Behandlung vornehmen, erst einmal ein, zwei Minuten Smalltalk der angenehmsten, weil unaufdringlichsten Sorte und eins darf etwa Auskunft geben, wie es denn so ginge, und zwar nicht nur Mundraum-related, sondern auch im Leben und im Beruf. Alle, wirklich alle scheinen irgendwie Kommunikations-gecoacht, aber wholesome und nicht auf die dumm-leere Business- und Coworking-Art.

Was ich besonders prima finde: Zwei oder drei Tage vor einem Termin, dessen Vereinbarung schon eine Weile zurückliegt, schellt das Telefon, es meldet sich eine Mitarbeiterin der Praxis und die sofort von der Hüfte aus wirbelsäulenmang zum Nacken und in den unteren Hinterkopf wallende Panik, ich müsse jetzt in diesem Moment eigentlich im Behandlungsstuhl sitzen und werde wegen dieser Säumnis bei Strafe des Untergangs auf ewig aus der Praxis verbannt, verfliegt, alsbald die Mitarbeiterin freundlichst gefragt hat, ob ich des bevorstehenden Termines gewahr sei. [Beim Lesen vor dem Veröffentlichen fällt mir auf, dass ich fast die Pointe dieses Beitrags vergessen hätte. Sie kommt jetzt.] Na, die werden schauen, wenn dieses Mal ich vorher anrufe und Bescheid gebe, dass ich den Termin aufm Schirm hätte!

Ein bisserl nervig ist nur der eine Zahnarzt, der, meist im Anschluss an die hochqualitativ durchgeführte Behandlung, ein wenig zu sehr ins Reden kommt. Und zwar eher in Richtung von Gegenstandsbereichen, die tiefsinnigen Tresengesprächen mit Freund*innen in irgendwelchen dunklen Spelunken vorbehalten sind. Gern gebe ich vor der Behandlung Kurzauskunft, was so abgeht; dass der Dentalfried selbst Späteinsteiger ist und erst nach Krankenwagenfahrerzeit u. ä. seinen Beruf zur Berufung, Quatsch: seine Berufung zum Beruf gemacht hat, mit derlei ellenlangen, bremsenden Ausführungen möge man mich verschonen und mich fröhlich »tschüsselnd« (Polt) heimfahren lassen.

(Für die, zugegeben, hermetische Überschrift vgl. den Beitrag »Kinderlieder, die auch von Rammstein sein könnten«.)

+++ Blog Exclusives +++ Blog Exclusives +++ Blog Exclusives

Auf diesem Blog wird es in nächster Zeit neben der üblichen Zweit»verwertung« beziehungsweise recht eigentlich: Archivierung meiner Social-Media-Posts – die Überschrift deutet es bereits an – blog exclusives geben. Denn meine Social-Media-Accounts pausieren momentan. Hintergrund resp. Grund: Nicht etwa Sperrung wegen unbotmäßigen Verhaltens Verstoßes gegen die willkürlichen »Gemeinschaftsstandards« der absolutistischen Betreiberfirmen, sondern Flucht ins Idyll des Reichs der Selbstherrschaft über den eigenen Dopaminhaushalt. Der ungelenken Zeitungssprachpersiflage kurzer Sinn: O’bloggt is’!