Die besten Frauen

Indikatoren des Patriarchats: Die besten und berühmtesten Köchinnen – einer weithin als solche aufgefassten Frauentätigkeit –, sind Männer, die besten und berühmtesten Friseurinnen ebenfalls: Männer. Erfolgsköchinnen wie Sarah Wiener hingegen sind funktional maskulinierte Frauen wie Angela Merkel oder Ursula von der Leyen. Dass dieser EU-Kommissionspräsidentinnenschaft und jener Kanzlerinnenschaft irgendetwas Emanzipatorisches oder gar Feministisches eignete außer der Winzigkeit, dass Frauen heutzutage Männerrollen einnehmen dürfen – wehe, sie lassen sich ihre Periode anmerken, und ihre Periodenhygieneprodukte bezahlen sie mal schön selber! –, oder dass die Gesellschaft auch nur ein Gran weiblicher würde dadurch, so ernsthaft können das nur die Damen und Herren von FAZ über SZ und taz bis runter zu den Provinzkäseblättern in ihren Artikeln glauben.

Ich glaube, auch die beste Frauenfußballerin könnte nur ein Mann sein.

Die unmittelbar enttäuschte Freude

Einmal schaute ich in der Heimat bei einem Provinzfußballspiel der untersten oder zweituntersten Spielklasse zu. Ein Akteur der gegnerischen Mannschaft haute aus wasweißich 25 Metern mal voll drauf und der Ball flog viel- bzw. erfolgversprechend Richtung Tor. Ein gegnerischer Anhänger sah das Leder schon drin und sprang »SUPER!« jauchzend auf, musste aber sogleich, weil das Spielgerät dann doch über die Latte schwebte (?), ein enttäuschtes »FACK!« (mit sehr hellem a, bairisch für fuck) nachschieben, und das alles ging so schnell, dass »SUPER« und »FACK« beinahe oder praktisch ein Wort bildeten, und so denke ich seither bei unmittelbar enttäuschter, im Knospen erstickter Freude: »SUPER…FACK :/«

The Michael »Air« Jordan Variations (1)

Der Basketballer mit dem redlichsten Spielverhalten war Michael »Fair« Jordan

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Seine Mitbasketballer mochten ihn nicht, weil er ständig mit seinem Erbe prahlte: Michael »Heir« Jordan

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Auf Messen wurden die Chicago Bulls meist von Michael »Fair« Jordan repräsentiert

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Warb stets für sozialdemokratische Werte englischen Zuschnitts: Michael »Blair« Jordan

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Sportsgeist in der Fittenumkleide

14.11.2019 – Heute morgen in der Umkleidekabine der Fitte wurde ich von einem mir unbekannten – wie ich meine, schon sagen zu dürfen: Kollegen, der tatenfroh, ja enthusiasmiert hereingestoben war, friedliebend grinsend per Handschlag begrüßt. Zwar wohl nur, weil er einen ihm Bekannten derart begrüßt hatte und mich scheint’s schlicht nicht excludieren wollte – aber immerhin, ey. Vollends baff war ich, als mir der dann schon muskelgurtumschnallte Frohlockfex vor dem Verlassen gen Fitnessmaschinenraum zur Verabschiedung noch einmal die Hand reichte. Zwar wohl wieder nur, weil er dies bei seinem Bekannten ebenfalls getan hatte, aber immerhin, ey. So stand ich denn auch leicht anenthusiasmiert auf meinem Gerät. Und gerade fällt mir auf, dass ich dabei und bis gerade eben gar nicht mehr an ihn dachte. Wie angenehm, das alles!

DAZN?

A: »DAZN –was zur Hölle ist eigentlich dieses DAZN, das seit einiger Zeit auf Reklameflächen angepriesen wird?«
B: »Kennst du nicht mehr die Werbung aus Hape Kerkelings ›Kein Pardon‹ von 93? ›Geben Sie Ihrem Hund DAZN – aber nur den ganzen DAZN! DAZN – nur für Hunde, nicht für Katzen – DAZN!‹ Daher kommt das her.«
A: »Aha.«
B: »Und dann gab’s da ja auch diesen beliebten Samstagabend-Fernsehmoderator Heinz Wäscher, dem Verehrerinnen eine Torte gebacken haben mit der Aufschrift ›Heinz Wescher‹, oder andersrum?«
A: »Aha. … … Wie: andersrum? Hat evtl der Moderator den Verehrerinnen eine Torte gebacken?«
B: »Nee, haha, warum sollte er.«
A: »Ja.«
B: … … »Fand ich auch gar nicht so gut übrigens, den Film. War mehr so ›och kommt nix andres grad‹.«
A: »Aha.«
B: …
A: »Wie der Kerkeling dann nach Lourdes marschiert ist und dieses Buch drüber geschrieben hat und auch Film dann, ne.«
B: »Ging gut weg bei Hugidubi, ja.«
A: »Hugidubi?«
B: »Hugendubel hehe«
A: »Uff«
B: »Und weißte noch ›Hurz!‹«
A: »Oh Gott… ja…«
B: »Der Wolf! Das Lamm!«
A: …
B: …
A: … …
B: »Der Wolf!«
A: »Also, ich pack’s dann mal.«
B: »OK. Machst du noch?«
A: »’n bisschen was machen noch.«
B: »Jou, ich mach auch noch ’n bisschen was.«
A: »Tschö dann.«
B: »Ja, tschüs.«
A: …
B: »Hurz!«
A: …
B: :‘(
A: (Dieser Trottel dann immer mit seinen auswendig hergesagten Katz-und-Gold-Zitaten. – Ich mach jetzt n i x mehr.)

[Edit 13.14 Uhr: Beim Wiederlesen fiel mir auf, dass der letzte Satz eine Art Pointe enthält, und das gefällt mir jetzt nicht mehr, die Leser*innen mögen bitte beachten, dass der Text meines nachträglichen Erachtens mit dem vorletzten Satz enden sollte.]