Tagtraum

Auf dem Nürnberger Hauptmarkt, wo sich Touristengruppe um Touristengruppe am «Schönen» Brunnen versammelt, um sich von Tourist Guides historische Fakten über Nürnberg erzählen zu lassen, stelle ich mich neben einen solchen, der gerade auf Englisch von der ersten urkundlichen Erwähnung Nürnbergs im Jahre 1050 erzählt, und verkünde wie eine Möchtegernreinkarnation Jesu Christi: «This is NOT TRUE! Nuremberg was founded in 2004 – by >>ME<< *deutet mit beiden Daumen auf sich selbst*
Before, this land was without form, and void, and darkness was upon the face of the deep…! *zieht Wörter in die Länge, als wäre er narrator einer Edgar-Allan-Poe-Gruselgeschichte*» (Geheimnisvoll, aber dramatisch ab.)

Dreifuß-Joe der Vierhänder

Wenn ich nachts nicht einschlafen kann, stelle ich mir vor, ich sei ein Schlagzeuger und säße an einem mordsgroßen Drum-Kit mit einem Haufen Tom-Toms, Stücker 30 Becken schillerndster Bauformen und freilich zwei Bassdrums für Doublebass (Doppelfußmaschine an nur einer Bassdrum klingt selbst im Halbschlaftraum saftlos). Dann spiele ich die verrücktesten und vertraktesten Takte und Fills und Loops, sauschnell und jazzprofessormäßig, so daß kein Mensch weiß, wo hinten und vorne ist. Zwischendurch prügle ich unvermittelt heftige Brutalo-Blastbeats ein, daß es den BPM-Zähler überschlägt (natürlich ein analoger, wegen der trveness), während die Temperatur spontan in nordpolare Eisgefilde absinkt und die Leute denken: «So schnell kann das doch keiner, das ist doch alles Beschiß und Computer!» Ist es aber nicht!, sondern ehrliches Hand- und Fußwerk. Ebenso unvermittelt wechsle ich dann in den 70s-Prog-Rock-Modus und öffne mit psychedelischer Polyrhythmik ein Dimensionstor bzw. eins in sonst nur erdrogbare Bewußtseinsebenen.
In der halbschlafweltlichen Fachwelt nennt man mich dann Dreifuß-Joe der Vierhänder.

Intercity-Expreß

Der folgende Witz fiel mir (kein Witz) heute Nacht im Traum ein:

Die Nürnberger U-Bahnlinie U1 verbindet die Städte Nürnberg und Fürth miteinander. Fachleute bezeichnen sie auch als Intercity-Expreß.

(In einem Folgetraum, ich weiß nicht, ob ich zwischendurch wach war, gab ich sogar damit an, was mir im Traum (!) für ein guter Witz eingefallen sei, was ausgiebig beschulterklopft wurde.
Jetzt hingegen, nach der ganzen Träumerei, schäme ich mich für diesen «Witz» eher, als daß ich Grund zum Angeben sähe. Denn dieser «Witz» könnte Weiterlesen